Vincent Paronnaud, der für Persepolis für den Oscar nominierte französische Filmemacher, kehrt im Januar 2026 auf die Leinwände der brasilianischen Kinos zurück. Dieses Mal inszeniert er ngelo na Floresta Mágica, eine neue Animation, die ihre Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Cannes feierte und nun nach Brasilien kommt. Der Film erzählt die Geschichte von ngelo, einem zehnjährigen Jungen, der sich von seinen Eltern verirrt und sich auf ein Abenteuer in einem Wald voller außergewöhnlicher Kreaturen begibt. Für Paronnaud ist die zentrale Botschaft der Produktion sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gültig, was das Projekt besonders für Familienvorstellungen relevant macht.
In einem exklusiven Interview erklärte der Regisseur, dass die Erzählung auf mehreren Ebenen funktioniert. Während Kinder sich von dem Abenteuer und den fantastischen Wesen begeistern lassen, können Erwachsene über tiefgründigere Themen wie Resilienz und Selbstfindung nachdenken. Daher versucht der Film, eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen und bietet Unterhaltung und Reflexion für alle. Die Produktion ist eine Co-Regie mit Alexis Ducord und kommt nach ihrer Anerkennung auf einem der renommiertesten Festivals der Welt in die brasilianischen Kinos.
Eine Reise der Selbstfindung
Die Handlung beginnt ganz einfach, während eines Besuchs von ngelo bei seiner Großmutter. Doch ein Versehen der Eltern auf der Straße löst das Hauptabenteuer aus. An einer Raststätte vergessen, beschließt der Junge, den Weg abzukürzen, um sie wiederzufinden, und betritt einen geheimnisvollen Wald. Diese Umgebung, weit davon entfernt, beängstigend zu sein, entpuppt sich als ein Ort des Lernens und unerwarteter Begegnungen. Auf diese Weise entwickelt sich die Geschichte zu einer Metapher für das Erwachsenwerden und das mutige Bewältigen von Herausforderungen, selbst wenn man allein ist.
Paronnaud, der bereits die internationale Kritik mit seiner früheren Arbeit an der Seite von Marjane Satrapi für sich gewonnen hat, sieht in dieser Animation eine natürliche Fortsetzung seines Interesses an universellen menschlichen Geschichten. Trotz des fantastischen Tons spiegeln ngelos Konflikte reale Erfahrungen wider, wie die Angst vor dem Unbekannten und das Heimweh. So verspricht der Film nicht nur visuell zu begeistern, sondern auch das brasilianische Publikum emotional zu berühren und die europäische Animation als starken Konkurrenten auf dem aktuellen Filmmarkt zu festigen.