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Film über Bolsonaro: Produktionsfirma gibt Ausgaben von 75 Millionen R$ an und weckt Verdacht

Die Produktionsfirma des Films ‘Dark Horse’ über Jair Bolsonaro gibt Ausgaben von 75,1 Millionen R$ an, was den Verdacht auf Veruntreuung öffentlicher Gelder aus einem WLAN-Vertrag aufkommen lässt.

Film über Bolsonaro: Produktionsfirma gibt Ausgaben von 75 Millionen R$ an und weckt Verdacht

Die Produktionsfirma Go UP Entertainment gab Gesamtausgaben von 75,1 Millionen R$ für die Produktion des Films “Dark Horse” an, der das Leben des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro zeigt. Der Betrag taucht im Rahmen einer polizeilichen Untersuchung und der Staatsanwaltschaft von São Paulo auf, die die mögliche Veruntreuung öffentlicher Gelder aus einem städtischen Vertrag zur Finanzierung des Filmprojekts prüft.

Dem Ermittlungsverfahren beigefügte Dokumente deuten darauf hin, dass 54 Millionen R$ dieses Betrags im Ausland angelegt wurden, während 20,9 Millionen R$ in Brasilien ausgegeben wurden. In Dollar umgerechnet hätten die Gesamtkosten des Films 13,39 Millionen US$ betragen, so ein von der Verteidigung der Unternehmerin Karina da Gama, Eigentümerin von Go UP Entertainment und der NGO Instituto Conhecer Brasil (ICB), erstelltes Gutachten. Die Ermittlungen sollen klären, ob Mittel aus einem Vertrag über 108 Millionen R$, der mit der Stadtverwaltung von São Paulo zur Installation von WLAN-Hotspots in Randgebieten geschlossen wurde, für die Produktion verwendet wurden.

Ermittlungen zeigen Verbindung zwischen WLAN-Vertrag und Filmproduktion

Die Polizei von São Paulo und die Staatsanwaltschaft ermitteln gegen die Unternehmerin Karina Ferreira da Gama, Inhaberin von Go UP Entertainment und der NGO Instituto Conhecer Brasil (ICB). Kern der Ermittlungen ist ein Vertrag über 108 Millionen R$ zwischen der ICB und der Stadtverwaltung von São Paulo zur Installation von WLAN-Hotspots in einkommensschwachen Stadtteilen der Hauptstadt. Es besteht der Verdacht, dass die für dieses Projekt bestimmten öffentlichen Mittel die Produktion des Films “Dark Horse” finanziert haben könnten. Beide Unternehmen der Unternehmerin, die Produktionsfirma und die NGO, haben denselben Geschäftssitz.

Angebliche Beteiligung von Flávio Bolsonaro und Daniel Vorcaro

Die Verhandlungen zur Finanzierung des Films “Dark Horse” sollen den inhaftierten Bankier Daniel Vorcaro und Senator Flávio Bolsonaro (PL-RJ) eingeschlossen haben. Laut dem Originaltext soll der Bankier rund 61 Millionen R$ für die Filmproduktion überwiesen haben. Es gibt Berichte, dass Flávio Bolsonaro direkt an den Verhandlungen beteiligt war und Druck auf Zahlungen ausgeübt haben soll, einschließlich des Versuchs einer Überweisung von 24 Millionen US$, was damals etwa 134 Millionen R$ entsprach.

Details zu den angegebenen Ausgaben und der Herkunft der Mittel

Das von der Verteidigung Karina da Gamas vorgelegte Gutachten, das die Ausgaben von 75,1 Millionen R$ auflistet, wurde vom Instituto de Perícia Investigativa (IPI) im Auftrag der Anwälte der Unternehmerin erstellt. Das Dokument enthält jedoch keine Belege wie Quittungen oder Rechnungen für die Ausgaben, was Fragen zur Nachvollziehbarkeit der Beträge aufwirft. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen gegen Karina da Gama ist die Vorlage von Rechnungen ohne Steuerwert in früheren Rechenschaftsberichten gegenüber der Stadtverwaltung von São Paulo.

Geschichte der Produktionsfirma und der NGO wirft Fragen auf

Ein bemerkenswerter Aspekt ist die Geschichte der beteiligten Unternehmen. Go UP Entertainment hatte vor dem Film “Dark Horse” keine Einträge zur Filmproduktion in Brasilien. Ebenso hatte das Instituto Conhecer Brasil (ICB) vor der Übernahme des Vertrags mit der Stadtverwaltung, die der Familie Bolsonaro nahesteht, noch nie WLAN-Hotspots in der Peripherie von São Paulo installiert. Diese Tatsachen verleihen den Ermittlungen zur Verwendung öffentlicher Mittel weitere Ebenen.

Sachverständigengutachten und fehlender Nachweis öffentlicher Herkunft

Der von der Verteidigung Karina da Gamas beauftragte private Gutachter Anísio Costa Castelo Branco erklärte in seinem Bericht, er habe keine “Barmittelzuflüsse aus öffentlichen Mitteln, staatlichen Zuschüssen oder direkten Finanzierungen” festgestellt. Trotzdem stützte sich das Dokument auf Verträge, Finanzpläne und Kontoauszüge der NGO, ohne diese Dokumente jedoch als Nachweise beizufügen. Das Gutachten klärt auch nicht die Herkunft der 20,9 Millionen R$, die von Go UP in Brasilien ausgegeben wurden.

Frühere Aussagen der Produktionsfirma und die Notwendigkeit neuer Investoren

Im Mai hatte Karina Ferreira da Gama bereits in Interviews erklärt, das Filmbudget liege bei etwa 13 Millionen US$, wobei 90% dieses Betrags angeblich vom ehemaligen Eigentümer der Banco Master, Daniel Vorcaro, finanziert wurden. Ihrer Aussage nach benötigt der Film noch Mittel für die Postproduktionsphase, die Spezialeffekte und Ton umfasst, betonte jedoch, dass die Beträge weniger bedeutend seien. Nach der Festnahme Vorcaros hätten die Produktionsfirma und ihr Team neue Investoren aus der Privatwirtschaft gesucht, um die Fortsetzung des Projekts zu sichern.

Unterschiedliche Summen im Spiel bei der Filmfinanzierung

Die Informationen zur Finanzierung des Films “Dark Horse” zeigen unterschiedliche Beträge, die geklärt werden müssen. Die Produktionsfirma gibt Ausgaben von 75,1 Millionen R$ an. Daniel Vorcaro soll 61 Millionen R$ für den Film über einen Fonds in den USA bereitgestellt haben. Zuvor soll Flávio Bolsonaro einen Betrag von rund 134 Millionen R$ ausgehandelt haben. Parallel dazu beläuft sich der städtische WLAN-Vertrag, der Gegenstand der Ermittlungen ist, auf 108 Millionen R$, was den Verdacht auf die Herkunft der Gelder verstärkt.

Aussagen der Beteiligten und aktuelle Lage

Die laufenden Ermittlungen zielen darauf ab, die Herkunft der für die Produktion des Films “Dark Horse” verwendeten Mittel und eine mögliche Unregelmäßigkeit bei der Verwendung öffentlicher Gelder zu klären. Der Fall betrifft bedeutende politische und unternehmerische Persönlichkeiten, was das öffentliche Interesse und die Komplexität der Aufklärung erhöht. Die Stadtverwaltung von São Paulo, im Rahmen ihres Vertrags mit der NGO von Karina da Gama, und die direkt mit der Filmproduktion verbundenen Parteien stehen im Fokus der Behörden.

Adriano Ladislau
Adriano Ladislau

Adriano Ladislau é Especialista em Performance, Coordenador de Marketing e entusiasta de tecnologia. Transitando entre dados, automações e a paixão pela cultura geek e de games, dedica-se a construir experiências digitais marcantes, otimizar a visibilidade de portais na web e traduzir tendências para o público de forma estratégica.

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